Stadt Krautheim

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1096 erstmals erwähnt

Im Württembergischen Urkundenbuch Band 1, Seite 398, ist im Comburger Schenkungsbuch im Jahre 1096 u.a. in lateinischer Sprache eingetragen:

Blick über Altkrautheim
Blick über Altkrautheim

"In (Alt) Krautheim 311h Hufen Land in Tausch gibt. Und zwar erwirbt diese für das Kloster Comburg, Graf Burkhard von seinem Bruder Emehard, Bischof von Würzburg. Beide gehören dem Qrafengeschlecht Comburg an".

Im Original wird "Krautheim" "Crutheim" geschrieben und vor dem Wort "Crutheim" ist Raum offen gelassen. Dazu ist zu bemerken, dass zu dieser Zeit mit "Crutheim" Altkrautheim gemeint war. Sicher kann man dieses etwa bis zum Jahre 1225 annehmen, in welchem Wolfrad I. von Crutheim mit dem Bau des Bergfriedes begann, dem in den Jahren 1230 bis 1235 der Bau des Palas, der Schildmauern und der Schlosskapelle folgte.

Altkrautheim "Ginsbach"
Altkrautheim "Ginsbach"

Altertümliche Bezeichnungen Krautheims

Erst in diesem Zeitraum kann man davon ausgehen, dass sich neben der Burg zuerst Bedienstete und danach Handwerker, Händler und Bauern ansiedelten und der Name "Crutheim" für diesen neuen Bereich übernommen wurde. Für die ältere Ansiedlung bürgerte sich dann der Name "Alten Krautheim" ein, aus dem "Altkrautheim" wurde. In der Mundart ist der erstere Name heute noch gebräuchlich.

Etwas anders könnte es sich mit "Tal Krautheim" oder wie es 1360 heißt, "Nieder Krautheim" handeln. Hier besteht durchaus die Möglichkeit, dass etwa zur gleichen Zeit, also 1096, bereits die eine oder andere Bebauung vorhanden war. Aber ein schriftlicher Nachweis fehlt bis heute. 

Chronologische Darstellung

1096
Erstnennung in einer Schenkungsurkunde an den den Grafen von Comburg.

1151
wird Crutheim als Sitz eines Pfarrherrn erwähnt.

1225
Der Pfarrer Otto von Crutheim vergleicht sich mit Abt Gottfried von Schöntal wegen des Zehnten zu Gommersdorf.

1239
Gottfried von Hohenlohe kauft "Castrum et utramque villam Crutheim" von Konrad von Krautheim.

1299
klagt Nikolaus, Pfarrer zu Krautheim, Prokurator des Johanniterordems gegen Otto von Flügelau wegen Besitzstörung in der Pfarrei Krautheim.

1302
bestätigt Graf Heinrich von Eberstein die Schenkung des Kirchsatzes zu Krautheim, den sein Vater, Otto, den Johannitern gegeben hatte.

1322
Bau der Kirche in Altkrautheim. Grundstein in der Nordwand der Marienkapelle:
A.Dni MCCCXXII constca ecclia (constructa ecclesia). Die Pfarrkirche ist dem heiligen Johann Baptist geweiht. Sie ist Ur- und Mutterkirche für Krautheim Tal, Krautheim Berg (diese Kirche ist erst 1419 errichtet worden), Unterginsbach, Klepsau, Horrenbach und Oberndorf. Taufort und Beerdigungsort für alle Bewohner der genannten Orte bis 1623.

1360
Hans Rühel, Edelknecht zu Nieder Krautheim, verkauft seinen Hof, 6 Morgen Feld, 5 Morgen Weinberge um 200 Pfund an Schöntal.

1375
14. Juli, verkauft Nese, Hans Rühels Schwestertochter, ihren Teil an dem Hof, der einst Rühels war, auf Krautheimer Markung an Schöntal um 9 Pfund.

1382
Götz von Aschhausen und Anna von Rehburg geben dem heiligen Johannes und seiner Kirche zu Krautheim im Dorf 25 fl. auf einen Weinberg zu Unterginsbach, den Götz selbst bebaut.

1406
Götz von Aschhausen, Amtmann in Krautheim wird mit den Weiden und den "Placken" (Flekken) jenseits der Jagst zu Krautheim belehnt.

1428
Sonntag nach Vinc. Petri verkauft Justina von Seckendorf den Zehnten zu Krautheim im Dorf und Dorfmark und am Berg zwei Teil an Herolt von Sterten.

1500
Freitag nach Gregorii verkauft Götz von Sterten, an Simon von Sterten, seinen Zehnten in Alten Crutheim, nämlich 1/6 das er von Hans, Herolts von Stettens Sohn, geerbt, für 85 fl.

1521
16. Dezember Heinz Müller und Elisabeth uxor (Ehefrau) zu alten Krautheim in der Mühle, stiften einen priesterlichen Tisch und dotieren denselben mit 500 fl. von ihrer Mühle und Gütern.

1523
25. Juni, Helene von Frondsberg geb. Rechberg stiftet 20 fl. zur Ausbesserung der Pfarrkirche zu Altkrautheim.

1525
24. Mai und folgende lagern die Odenwälder Bauern in Krautheim auf den Jagstwiesen.

1560
Conrath Reuter wird der erste Stadtpfarrer zu Krautheim und hört zu Altkrautheim auf, weil dort die Pest herrscht, so dass man die Leute mit dem Wagen abführt und ohne Särge begrub

1560
soll die Pest den größten Teil von Altkrautheim hinweggerafft haben, worauf der Churfürst von Mainz den Pfarrfonds aufhebt und Krautheim Berg zum Mittelort macht.

1564
Eine neue Schule in Altkrautheim errichtet.

1585
hat Valentin von Berlichingen 1/3 des großen und kleinen Zehnten zu Alten Krautheim, Limpurger Lehen, welches er von Balthasar von Sterten erkauft hatte.

1593
5. November erhalten Ludwig Casimir und Georg von Stetten von Limpurg den Konsens, ihren versetzten Zehnten zu Altkrautheim wieder zu lösen.

1595
versetzt Ludwig Casimir seinen Zehnten zu Alten Krautheim wieder um 2000 fl.

1609
Ein neues Rathaus wird in Altkrautheim gebaut.

1626
6. August "Hier hat die Seicht (Seuche) zu Altkrautheim angefangen". Die Pest wütet in der ganzen Umgebung.

1633
sind Schweden in Krautheim und Umgebung.

1640
am 28. Februar ist kaiserliche Artillerie in Krautheim und auch bayerische.

1648
7. Juni Krautheim und Umgebung ist drei Tage von Kroaten besetzt.

1653
wird befohlen, dass bis ein Kaplan nach Altkrautheim kommt, der Pfarrer zu Berg Krautheim den Gottesdienst 3 Sonntage und Feiertage in Stadt Krautheim, den 4. aber in Altkrautheim halten soll

1658
der Gottesdienst auf den vier hohen Festtagen soll nicht zu Altkrautheim sondern zu Klepsau gehalten werden.

1680
droht der Kaplan in Alten Krautheim zu verhungern; deshalb wird er abberufen.

1693
Altkrautheim erhält nach langem Klagen ein Frühmessbenefizium

1732
wird den Herren von Stetten wegen Kirchenbaues zu Altkrautheim der Zehnt arrestiert.

1745
Marodierende Räuberbanden überfielen die Gehöfte. So das des Altkrautheimer Schultheißen am 23. September. Der Gegenwehr leistende Knecht des Hauses wurde von den Räubern erschossen.

1802
Altkrautheim kommt in den Besitz des Altgrafen von Salm-Reifferscheid und zum Fürstentum Krautheim.

1806
Altkrautheim kommt unter württembergische Staatshoheit.

1816
Die Pfarrkirche in Altkrautheim befindet sich in einem sehr schlechten Zustand, dass sie einer höchstnotwendigen Reparatur bedarf.

1825
Altkrautheim erhält wieder eine eigene Pfarrei.

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